…ist nur halb so amüsant wie “Mord im Dunkeln”, aber aufgrund meiner fehlenden Küchenbeleuchtung bei mir Abends mindestens so angesagt, wie auf einem grottenschlechten Blagen-Geburtstag.
Man schüttet also den Inhalt des Beutels eines - mittlerweile aufgetauten - Tiefkühlgerichts in den Wok und lässt den Herd richtig ackern, damit das Ganze in Fahrt kommt. Ausserdem ist man ja der größste Koch vor dem Herrn und arbeitet sowieso nur mit den Hitzestufen für Männer, sprich: Hauptsache es glüht schön hell-orange.
Nach 6 Minuten in der Dunkelheit rührt man gelangweilt im Topf und denkt bei sich: “Sieht immernoch wie vor 6 Minuten aus, kann noch nich’ fertig sein.” Selbstverständlich sieht es wie vor 6 Minuten aus, schliesslich hat sich an dem 2aufgetauten Zustand an sich nichts geändert.
Nach 10 Minuten frustrierten Starrens in die Dunkelheit trifft der wahre Koch eine wahrhaft männliche Entscheidung: Das Zeug is’ fertig und mus auf’en Teller.”
Es sieht auch soweit alles gut aus, das Sambal Oelek - Männer würzen nur mit Chilipaste - ist schon im Wok an das Essen gelangt und demnach kann es richtig losgehen mit dem Schlemmen. Aber, oh nein, das Fleisch ist noch eiskalt und hart - wie eklig! - und auch das Gemüse war früher nich so knackig, dass man mit einem Panzer rüberrollen konnte und danach beim Panzer die Ketten wechseln muss.
Das Problem ist, als echter Mann und versierter Koch vereinfacht man sich das anschliessende Abspülen natürlich erheblich, wenn man direkt nach dem Kochen das Ganze mit ein wenig Spülmittel schon mal einweicht, und mit dem Schwamm den Wok grob säubert. Damit steht er danach aber auch nicht mehr zur direkten Verfügung. Sehr schade - also Abwaschen, wieder das Zeug in die Pfanne.
Und diesmal hab ich es solange gebraten, bis ein Zentimeter am Boden festgebrannt war; das Zeug hatte es verdient.
Merken: Licht für die Küche kaufen!
Merken 2: Nicht ganz so verschwenderisch mit dem Sambal Oelek umgehen, beim nächsten Mal vielleicht doch lieber gleich gar keins…

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