Als ich mal zur Schule ging, da war es bis zu dem Alter in dem man der Pubertät ansatzweise entwachsen war, ein Zeichen von Lässigkeit, dass die Schuhe auf dem Boden schleiften. Man war eben einfach viel zu kühl um sich einem gesellschaftlich oktroyierten Habitus des Bwegungsablaufs unterzuordnen.
Spätestens mit 14 merkte man dann, dass man sich auf einem Holzweg befand, sich so nur Bewegungsgestörte bewegten und das Ganze die Absätze einseitig abnutzte, was die Haltbarkeit verringerte und daher auch wirtschaftlich gesehen völliger Dummfug war. Wie gesagt, viele merkten das mit 14. Manche merkten es bis heute nicht. Vor mir sitzt ein solch geistiger Bruchpilot, der es nicht für nötig zu halten scheint seine Füße wenigstens so weit vom Boden abzuheben, dass er nicht lärmend durch die Bib schlurft. Ich glaube er gehört nicht zu denen, die man als Bewegungslegatheniker bezeichnen könnte und infolge dessen bleibt nur ein Schluss übrig: er hält sich noch immer für so kühl, dass die gesellschaftlich…usw. Meine Annahme lässt sich auch dadurch stützen, dass er ein Gesicht zieht, als wollte er jeden Moment einfach jedem den Kopf abbeißen und ihm in den Hals…usw. Und des Weiteren bringt er bei einem Nieser seines Kumpels nicht nur nicht “Gesundheit!” raus, oder hält gepflegt die Klappe. Nein, er befleißigt sich eines entspannten “Verrecke!”.
Wer mich für einen verarmten Spießer und Reaktionär hält, der hatte wenigstens einmal in seinem Leben Recht.

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